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Tiroler Canyoningführer mussten italienische Rettung beim Einsatz unterstützen

Als Canyoningführer Bernhard Senn, Simone Amplatz (in Ausbildung befindliche Canyoningführerin) und Tobias Hahn (in Ausbildung befindlicher Canyoningführer) am vergangenen Freitag mit einer Gruppe von Bekannten beim Canyoning am Gardasee unterwegs waren, begegnen sie einer Gruppe mit Kindern, die sehr schlecht ausgerüstet waren. Der Hinweis und die Warnung von beiden wurden von der Gruppe einfach ignoriert und als absurd abgetan. Wenige Minuten später wurden leider die Befürchtungen der beiden Tiroler Canyoningführer zur Gewissheit, denn sie hörten einen lauten Schrei. Als sie zur Unglücksstelle hin eilten sahen sie, dass sich ein Mann in der Schlucht verletzt hatte. Es schien, als hätte sich der Mann den Unterschenkel gebrochen. Sie leisteten sofort Erste Hilfe und setzten umgehend die Rettungskette in Kraft.

Da aber die eintreffenden Rettungskräfte das falsche Schuhwerk an hatten, weigerten sie sich zum Verletzten vorzudringen. Sie entschlossen sich, auf einen Rettungshubschrauber zu warten, der in ca. viereinhalb Stunden verfügbar sein sollte.

Da der Patient bereits deutlich unterkühlt war musste rasch gehandelt werden. Daher entschieden sich die beiden Tiroler Profis, gegen den Willen der Rettungskräfte, den Verletzten zu ihnen zu transportieren. Dazu mussten Sie zuerst eine provisorische Seilbahn bauen um den Verletzten auf einer Bahre über ein 2,5 Meter tiefes Wasserbecken und dann über eine extrem steile Felswand zu bringen. Zweieinhalb Stunden später hatten Sie den Verletzten bis zu den Sanitätern transportiert. Dort angekommen konnten die Sanitäter den Verletzten trockenen Fußes übernehmen und ins nächstgelegene Krankenhaus bringen.

Auf ein Dankeschön der Sanitäter warten die Retter aber noch immer!
Hingegen bedankte sich der Verletzte in einem siebenseitigen handgeschriebenen Brief bei seinen Rettern Simone, Berni und Tobias.


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Gradwanderer  

 

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