Covid-19 / Diverses

Update

VÖBS Newsletter 01.04.2020

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir hoffen, daß ihr inzwischen bereits Unterstützung durch Phase 1 des Härtefall-Fonds bekommen habt, gerne könnt ihr uns dazu auch Rückmeldung geben, damit wir bei den Verhandlungen echte Fakten diskutieren können.

Die Phase 2 soll nach Ostern kommen, wir werden euch dazu noch rechtzeitig informieren.


 

Entschädigungsanspruch nach Epidemiegesetz

 

Es kursieren diverse Meinungen und Gerüchte in den Medien dazu. Fakt ist, daß aktuell keine seriöse Aussage dazu machbar ist, ob ein Verdienstentgang letztlich auch aufgrund des Epidemiegesetzes abzugelten ist. Dies wird erst in den nächsten Monaten weiter geprüft und eventuell auch juristisch verfolgt werden.

 

ABER: wir empfehlen euch bei Verdienstentgang auf alle Fälle diesen rechtzeitig oder auch jetzt schon bei den entsprechenden Bezirksverwaltungsbehörden anzumelden!

 

Nach § 32 Epidemiegesetz ist natürlichen und juristischen Personen sowie Personengesellschaften wegen der durch die Behinderung ihres Erwerbes entstandenen Vermögensnachteile dann eine Vergütung zu leisten, wenn und soweit u.a. der Betrieb gem. § 20 Epidemiegesetz gesperrt wurde oder sie in einer Ortschaft wohnen oder berufstätig sind, über welche Verkehrsbeschränkungen gemäß § 24 verhängt worden sind, und dadurch ein Verdienstentgang eingetreten ist.

 

Die Vergütung ist grundsätzlich für jeden Tag zu leisten, der von der jeweiligen behördlichen Verfügung umfasst ist.

 

Für selbständig erwerbstätige Personen und Unternehmungen ist die Entschädigung nach dem vergleichbaren fortgeschriebenen wirtschaftlichen Einkommen zu bemessen.

 

 

Was heißt das konkret?

 

Im Detail ist zu prüfen, wo und unter welchen gesetzlichen Grundlagen Verkehrsbeschränkungen, Schließungen etc. verfügt wurden und für welchen Zeitraum (zb wurden in Tirol in einigen Bezirkshauptmannschaften solche Verordnungen basierend auf § 24 Epidemiegesetz erlassen. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Zeiträumen wie etwa die Ausnahmen Sölden, St. Anton und Paznauntal).

Das heißt hier wären im Fall Ansprüche geltend zu machen für die Tage ab 16.03. bis 18.03.2020 bzw. für Sölden, St. Anton und Paznauntal zu den in der Verordnung des Landeshauptmannes angeführten Zeiträumen.

 

Für uns Bergführer kommen zwei Möglichkeiten in Frage (oder beide zugleich):

  1. Ich kann meine Gemeinde wegen verordneter Beschränkungen nicht verlassen
  2. Ich kann zwar meine Gemeinde verlassen, darf aber die Gemeinde in der ich meinen Auftrag habe nicht betreten

 

Was mache ich in dem Fall?

Wenn zB beide Varianten zutreffen, richte ich das Schreiben an beide betroffenen Behörden, mit Hinweis darauf, bei welcher anderen Behörde auch angesucht wurde.

(Beispiel: ich wohne In Innsbruck, konnte meinen Führungsauftrag in Galtür aber nicht wahrnehmen. Das Ansuchen erfolgt in dem Fall an das Stadtmagistrat Innbsruck und die Bezirkshauptmannschaft Landeck)

 

Ein Musterfomular dazu findet ihr HIER

 

Unbedingt bei Einbringung per Email eine schriftliche Bestätigung einfordern bzw. das Ansuchen per postalischem Einschreiben schicken.

Wir empfehlen bei Antragstellung jedenfalls einen Steuerberater beizuziehen!

Der Anspruch ist grundsätzlich binnen 6 Wochen ab Aufhebung der Maßnahme bei der Bezirksverwaltungsbehörde geltend zu machen.

 

 

Diese Informationen sind nach aktuellem Wissenstand des Versanddatums des Newsletters recherchiert und erheben keinen Rechtsanspruch. Für die Abwicklung jeglicher Förderungen ist das einzelne Mitglied selbst verantwortlich.

 

 

 

Update aus der aktuellen Ausbildung

 

Bis zum Stillstand durch die Coronasituation direkt am Skihochtourenkurs verlief der Ausbildungswinter positiv. Alle Kurse haben bei guten Verhältnissen planmäßig stattgefunden. Erfreulich ist auch die rege Anteilnahme an den Vorbereitungskursen zur Aufnahmeprüfung. Erstmals wurde in der Skitechnik an zwei Regionen Österreichs trainiert - Ski Ost mit 28 Teilnehmern in Schladming und Ski West mit 23 Teilnehmern am Stubaier Gletscher. Ebenso positiv ist der Trend am Interesse für die Aufnahmeprüfung. Es konnte eine deutliche Teilnehmererhöhung mit 112 Kandidaten festgestellt werden. Nach den Prüfungen Ski, Steileis und Eisparcour haben sich 49 Kandidaten für den Sommerteil qualifiziert.

 

Inwieweit unsere weiteren Ausbildungskurse für 2020 stattfinden werden, können wir aktuell nicht gesichert sagen. Sobald wir eine konkrete Planung vornehmen können, informieren wir euch per Newsletter und auf unserer Homepage www.bergfuehrer.at.

 

 

 

Gemeinsamer Werbeauftritt / update

Für Mitglieder der Landesverbände Tirol und Salzburg wurde uns von der Versicherung mitgeteilt, dass diesbezüglich eine Deckung vorhanden ist. Alle anderen Mitglieder bitten wir, dies mit der Versicherung des jeweiligen Landesverbandes abzuklären.

Nähere Infos zur rechtlichen Beurteilung findet ihr im Mitgliederbereich.

+43 676 4035528