Newsletter 16.04.2020

Härtefallfonds Phase 2 / Diverses

VÖBS Newsletter 16.04.2020

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

die Phase 2 des Härtefallfonds startet am Montag 20.04.2020. Wir dürfen euch hierzu bereits vorab ein paar Infos zukommen lassen, damit ihr euch für die Antragstellung vorbereiten könnt.

 

 

Onlineumfrage Bergführerwesen in Österreich – Verlängerung bis Sonntag 19.04.2020

 

Ihr erhaltet hier nochmal den Link zu unserer aktuellen Umfrage zum Bergführerberuf in Österreich. Wir bitten um rege Beteiligung!

Es muß euch bewusst sein, dass euer Verband nur so gut sein kann wie ihr selbst daran mitarbeitet!

HIER geht’s zur Umfrage

 

Wann können wir wieder als Bergführer arbeiten?

 

Diese Frage stellen sich aktuell immer mehr unserer Kollegen. Wir sind dazu bei den entsprechenden Regierungsstellen bereits vorstellig und versuchen sobald wie möglich klare Richtlinien dazu zu erwirken.

Einen genauen Fahrplan können wir euch heute noch nicht sagen, wenn dies fertig vereinbart ist informieren wir euch umgehend per Newsletter und auf der Homepage.

 

 

Härtefallfonds Phase 2 startet am 20.04.2020

Wie hoch ist die Förderung?

Der Förderzuschuss beträgt maximal 2.000 Euro pro Monat über maximal drei Monate – also gesamt bis zu 6.000 Euro. Die Förderung erfolgt im Nachhinein. 

Basis zur Berechnung ist der Nettoeinkommensentgang. Der Betrachtungszeitraum für den Nettoeinkommensentgang ist das jeweilige Monat der Corona-Krise, der erste Betrachtungszeitraum ist von 16. März bis 15. April 2020.

Die Betrachtungszeiträume sind fix vorgegeben:

  • Betrachtungszeitraum 1: 16. März 2020 – 15. April 2020;
  • Betrachtungszeitraum 2: 16. April 2020 – 15. Mai 2020;
  • Betrachtungszeitraum 3: 16. Mai 2020 – 15. Juni 2020; 

Für jeden Betrachtungszeitraum ist ein gesonderter Antrag zu stellen.

Förderzuschüsse, die bereits in Phase 1 gewährt wurden, werden in Phase 2 ehestmöglich angerechnet.

Eine Wirtschaftskammermitgliedschaft ist keine Voraussetzung!

Welche wesentlichen Kriterien haben sich verändert im Vergleich zu Phase 1?

Neu ist die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung. Es ist außerdem nicht mehr notwendig, dass die Pflichtversicherung durch selbstständige Tätigkeit begründet ist. Ausgenommen ist die Mitversicherung als Angehöriger. Dies wird automatisch per Schnittstelle anhand der angegebenen Sozialversicherungs-Nummer überprüft. 

Einkommensgrenzen: Die bisherige Einkommensobergrenze entfällt ebenso wie die bisherige Einkommensuntergrenze. Es müssen jedoch in einem rechtskräftigen Einkommensteuerbescheid aus dem Zeitraum 2015 bis 2019 positive Einkünfte aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb vorhanden sein.

Leistung aus der Pensionsversicherung: Der Bezug einer Leistung aus der Pensionsversicherung ist kein Ausschlussgrund mehr. Bezüge werden als Nebeneinkünfte bei der Ermittlung des Zuschusses angerechnet. 

Nebeneinkünfte möglich: Neben Einkünften aus selbstständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb dürfen weitere Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 3 EStG zB. aus unselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft und sonstige Einkünfte vorliegen.

Nebeneinkünfte werden jedoch bei der Ermittlung des Förderzuschusses angerechnet und können die Förderhöhe entsprechend reduzieren. 

Mehrfachversicherung möglich: Mehrfachversicherungen in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung sind zulässig.

Gründer: förderberechtigt sind auch Unternehmen bei einer Gründung zwischen 1. Jänner und 15. März 2020. Sie erhalten pauschal 500 Euro pro Monat (d.h. Betrachtungszeitraum), wenn sie ihren Nettoeinkommensentgang selbständig ermitteln und plausibel darstellen können.

Versicherung: Eine Anmeldung zur gesetzlichen Sozialversicherung durch eigene Tätigkeit muss vorliegen. Das kann sowohl eine Pflichtversicherung oder nun auch eine freiwillige Versicherung sein.

Braucht man einen Einkommensteuerbescheid?

Ja, ein Einkommensteuerbescheid muss vorliegen, und in diesem Einkommenssteuerbescheid müssen positive Einkünfte aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb vorhanden sein. Liegt noch kein Einkommensteuerbescheid vor, müssen Förderungswerber ihre Einkommensteuererklärung abgeben. Der Einkommensteuerbescheid muss rechtskräftig sein.

Ausnahme: Gründer, die zwischen 1. Jänner und 15. März 2020 gegründet haben, benötigen keinen Einkommensteuerbescheid und erhalten pauschal 500 Euro pro Monat (d.h. Betrachtungszeitraum), wenn sie ihren Nettoeinkommensentgang selbständig ermitteln und plausibel darstellen können (Details dazu sind noch in Ausarbeitung).

Was gilt für Geringverdiener?

Geringverdiener erhalten einen höheren Ersatz des Nettoeinkommensentgangs. Grundsätzlich werden 80 % der Bemessungsgrundlage ersetzt. Bei durchschnittlichem monatlichen Nettoeinkommen des Vergleichsjahres aus selbständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb von maximal 966,65 Euro werden 90% der Bemessungsgrundlage ersetzt. Gibt es Nebeneinkünfte, ist diese höhere Ersatzrate nicht möglich.

Wie kann ich mich auf die Antragstellung in Phase 2 bestmöglich vorbereiten?

Ab Donnerstag, 16. April 2020 steht auf dieser Website ein Muster-Formular zur Einreichung zur Verfügung.Folgende Werte muss der Förderungswerber im Online-Formular selbst angeben:

  • Erträge/Betriebseinnahmen (Waren-/Leistungserlöse) des Betrachtungszeitraums (z.B. 16. März bis 15. April)
  • Nebeneinkünfte (netto) des Betrachtungszeitraums (z.B. Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung oder unselbständiger Arbeit nach Steuern).
  • Aus Vereinfachungsgründen können die Nebeneinkünfte desjenigen Kalendermonats herangezogen werden, in welchem der Betrachtungszeitraum beginnt. Darüber hinaus kann aus Vereinfachungsgründen der durchschnittliche Steuersatz des Vergleichsjahres für die Ermittlung der Netto-Nebeneinkünfte herangezogen werden. Der Durchschnittssteuersatz kann aus dem Einkommensteuerbescheid abgeleitet werden: Einkommensteuer dividiert durch Einkommen = Durchschnittsteuersatz. 

Zur Identifikation werden folgende Angaben des Förderungswerbers benötigt:

  • Persönliche Steuernummer
  • Sozialversicherungsnummer
  • KUR oder GLN (Freie Dienstnehmer ausgenommen).

 

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online via Formular mit automatisierter Datenübermittlung von FinanzOnline. Die Antragstellung für Phase 2 ist ab Montag, 20. April 2020 auf der WKO Seite möglich.

Antragstellung HIER (https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html)

 

 

 

Corona Hilfsfonds

 

Für Bergführer ist neben Überbrückungskrediten vor allem der Fixkostenzuschuss hilfreich.

 

Welche Unternehmen bekommen diese Fixkostenzuschüsse?

  • Der Standort und die Geschäftstätigkeit müssen in Österreich sein und Fixkosten müssen in Österreich operativ angefallen sein
  • Das Unternehmen erleidet im Jahr 2020 während der Corona-Krise einen Umsatzverlust von zumindest 40%, der durch die Ausbreitung von COVID-19 verursacht ist
  • Unternehmen müssen sämtliche zumutbare Maßnahmen setzen, um die Fixkosten zu reduzieren und die Arbeitsplätze in Österreich zu erhalten.
  • Unternehmen, die vor der Covid-19-Krise ein gesundes Unternehmen waren

Was sind Fixkosten?

Grundsätzlich Geschäftsraummieten (wenn der Mietzins nicht reduziert werden konnte und in unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit steht), Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen (sofern diese nicht gestundet werden konnten), betriebsnotwendige, vertragliche Zahlungsverpflichtungen (die nicht gestundet oder reduziert werden konnten), Lizenzkosten, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation.

Daneben: Wertverlust bei verderblichen/saisonalen Waren, sofern diese während der Covid-Maßnahmen mind. 50 % des Wertes verlieren.

Ist der Unternehmerlohn Teil des Fixkostenzuschusses?

Ja, ein angemessener Unternehmerlohn in Höhe von maximal 2000 Euro pro Monat (analog der Regelungen aus dem Härtefallfonds.

Wie werden die Fixkosten berechnet?

Bemessungsgrundlage sind die Fixkosten und Umsatzausfälle des Unternehmens zwischen 15. März 2020 und Ende der Covid-Maßnahmen.

Ab wann kann der Fixkostenzuschuss beantragt werden und wie lange?

Ab Anfang Mai. Die Registrierung eines Antrags ist bis 31.12.2020 möglich, die Abgabe des vollständigen Antrags bis 31.8.2021.

Ausführliche Details findet ihr HIER https://www.wko.at/service/faq-corona-hilfs-fonds.html#heading_Zuschuesse

 

 

Entschädigungsanspruch nach Epidemiegesetz

 

Wir empfehlen euch bei Verdienstentgang auf alle Fälle diesen rechtzeitig oder auch jetzt schon bei den entsprechenden Bezirksverwaltungsbehörden anzumelden!

 

Ein Musterfomular dazu findet ihr HIER

 

Unbedingt bei Einbringung per Email eine schriftliche Bestätigung einfordern bzw. das Ansuchen per postalischem Einschreiben schicken.

Wir empfehlen bei Antragstellung jedenfalls einen Steuerberater beizuziehen!

Der Anspruch ist grundsätzlich binnen 6 Wochen ab Aufhebung der Maßnahme bei der Bezirksverwaltungsbehörde geltend zu machen.

 

Diese Informationen sind nach aktuellem Wissenstand des Versanddatums des Newsletters recherchiert und erheben keinen Rechtsanspruch. Für die Abwicklung jeglicher Förderungen ist das einzelne Mitglied selbst verantwortlich.

+43 676 4035528