• ALLGEMEIN

 

Die Bergsportführerverbände der einzelnen Bundesländer haben die Ausbildung zentral an ihre Dachorganisation, den Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer, übertragen. Dieser führt die Ausbildung gemeinsam mit der Bundessportakademie Innsbruck (BSPA) durch. Durch die Zusammenarbeit mit der BSPA handelt es sich um eine staatlich anerkannte Ausbildung; dies ist die einzig mögliche Ausbildung in Österreich zum international legitimierten IVBV-Bergführer. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung muss je nach Landesgesetz bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft um die Autorisierung zum staatlich geprüften Berg- und Schiführer angesucht werden.

 

  • KOSTEN

 

Pro Teil der Aufnahmeprüfung ist eine pauschale Aufwandsentschädigung von  € 140.- zu entrichten, unabhängig davon, ob Teilprüfungen angerechnet werden.
Für den vom Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer durchgeführten ersten Ausbildungsteil mit insgesamt 8 Teilkursen (ca. 56 Kurstage), fallen Kosten von ca. € 5.500.- an, welche alle Kursunterlagen, Versicherung, Ausbilderkosten, usw. enthalten – die Teilnehmer müssen nur noch für Anreise, Unterkunft/Verpflegung und etwaig benötigte Ausrüstung selbst aufkommen.
Für die anschließende staatliche Berg- und Skiführerausbildung an der BSPA Innsbruck fallen keine weiteren Ausbildungskosten an (außer wiederum Anreise, Unterkunft/Verpflegung und etwaig benötigte Ausrüstung). 

 

  • TERMINE

 

Winterteil (Ski, Steileis und Eis leicht): 21.-23. Jänner 2019
Sommerteil (Sportklettern, Fels leicht und Tourenbericht): 08.-10.6.2019
Anmeldeschluss: 04.01.2019


Ausbildung Sommer 2017 - Sommer 2020 (Mindestzeitraum)

Felskurs I: 14.-23.09.3018
Eisfallklettern: 26.01.-02.02.2019
Skitechnik II: 17.02.-21.02.2019
Hochtouren I: 29.06.-06.07.2019
Felsklettern II: 09.09.-15.09.2019
Theorie II: 20.09.-22.09.2019

 

Ausbildung Sommer 2018 - Sommer 2021 (Mindestzeitraum)

Theoriekurs I: 22.-24. Juni 2018 ( 3 Tage)
Sportklettern:  15.-22. Juli 2018 (7 Tage)
Skitechnik I: 25.-29. November 2018 (7 Tage)

Skitouren: 12.-19.01.2019 (8 Tage)
Skihochtouren: 09.-17.03.2019 (9 Tage)
Felskurs I: 19.-28.09.2019 (10 Tage)

Eisfallklettern: Jänner 2020 (8 Tage)
Hochtouren I: Juni 2020 (8 Tage)
Praxistage unter direkter Aufsicht: Sommer 2020 (mind. 7 Tage)
Felskurs II: September 2020 (7 Tage)
Theoriekurs II: Oktober 2020 (3 Tage)

Freeriden: März 2021 (8 Tage)
Skihochtouren-Durchquerung: März/April 2021 (5 Tage)
Praxistatge unter direkter Aufsicht: Frühjahr 2021 (mind. 7 Tage)
Hochtouren II: Juni/Juli 2021 (10 Tage)
Abschlussprüfung: Juli 2021 (2 Tage)

 

  • TOURENBERICHT


Für die Aufnahme in die Bergführerausbildung ist neben der erfolgreich bestandenen Eignungsprüfung auch der eingereichte Tourenbericht entscheidend.

Tourenbericht zum Download

Allgemeine Erläuterungen zum Tourenbericht
Grundsätzlich soll dieser ein Spiegelbild eurer bisherigen Bergsteigerkarriere sein: d.h. man sollte sehen, was ihr bisher alles gemacht habt (und nicht nur im letzten Jahr) aber auch, dass ihr in möglichst vielen Gebirgsregionen bereits bergsteigerisch unterwegs gewesen seid. Uns ist lieber, wenn der Tourenbericht nicht ganz vollständig, aber dafür "ehrlich" ist - also lieber ein paar Zeilen frei lassen, als fehlende Touren mit Kreativität bzw. Phantasie zu ersetzen...

Alle angeführten Touren sollten eigenverantwortlich und in Wechselführung durchgeführt worden sein.
 

Klettern Alpin
Hier Mehrseillängentouren in entsprechender Länge und Schwierigkeitsgrad, wobei hier vor allem auch der alpine Charakter der Routen entscheidend ist (Zu- und Abstieg, Absicherung): deswegen sind talnahe Routen hier nicht so gefragt. Touren mit gebohrten Standplätzen bzw. hie und da gebohrte Zwischenhaken sind kein Ausschlussgrund – wichtig ist aber in diesen Routen ein alpiner Charakter mit deutlich weiteren Hakenabständen als im Klettergarten und dass man in den angegebenen Routen mit mobilen Sicherungsmitteln (Keilen, Friends, udgl.) arbeiten durfte. Die Wandhöhe muss am Stück gegeben sein, d.h. zwei 150 Meter-Touren hintereinander ergeben leider noch keine 300 Meter-Wand.


Mehrseillängen-Hitliste -  alpine Sportkletterrouten ("Plaisir-Routen")
Hier sind Routen gemeint, wo man in der Beschreibung unter Ausrüstung in etwa „12 Express, sonst nix“ liest. Wandhöhe und Schwierigkeitsgrad sind hier nicht so ausschlaggebend, wobei alpines Sportklettern im Bereich 5c aufwärts stattfindet und die zweite Seillänge von Route XY im Klettergarten noch keine richtige Plaisir-Route darstellt.

Sportklettern (freiwillig)
Hier kann bzw. sollte man seine schwersten Rotpunkt-Begehungen von Klettergartenrouten anführen, wobei diese mindestens bzw. über dem Aufnahmeprüfungs-Niveau (6b+) liegen sollten. Gegebenenfalls kann man hier auch Boulder eintragen (beispielsweise wäre eine Begehung von Midnight Lightning hier eine Erwähnung wert). Klarerweise müssen alle hier angegebenen Routen- bzw. Boulder-Begehungen auf Naturfels liegen - die Blaue 7a in der Keltterhalle Affenhimmel zählt natürlich nicht...
Wettkampfklettern: ggf. hier die besten Ergebnisse angeben.
 

Hochtouren:
5 Eistouren mit min. 200m Wandhöhe und einer Mindeststeilheit von 50°:
Hier sind klassische hochalpine Eis- bzw. Firnflanken gefragt, welche im Aufstieg mit Steigeisen, Seil und Pickel bewältigt wurden.
5 kombinierte Touren (Wechsel Gletscher/Eis – Fels) mit Kletterpassagen mindestens im 3. Schwierigkeitsgrad
Ganz klassische Gipfelanstiege, wie man sie im ganzen glazialen Alpenraum findet – der Wechsel Gletscher – Fels – Eis muss auf dem Anstieg liegen und die Mitnahme der kompletten Hochtourenausrüstung (Steigeisen, Pickel, Siel, Gurt, usw.) erfordern.
5 Touren auf 4000m-Gipfeln (Westalpenhochtouren) in mindestens 2 verschiedenen Gebirgsregionen
Hier zählt jeder Gipfel über 4.000 m Seehöhe, der überwiegend aus eigener Kraft (ohne Seilbahn bzw. Überfahren von hohen Pässen mit KFZ, udgl.) bestiegen wurde. Mindestens zwei verschiedene Gebirgsgruppen bedeutet auch, dass man hierzu mindestens einmal die Ostalpen verlassen muss(te), denn bekanntlich gibt’s hier ja nur eine Erhebung mit entsprechenden Eigenschaften, wobei hier natürlich auch entsprechende Gipfel weit außerhalb Europas angeführt werden können.
 

Eisfälle
Hier sind Anstiege gefragt, für die man zwei Steileisgeräte unbedingt benötigt (90 Grad Gelände) – die Schwierigkeiten sind gerade im Steileis immer sehr bedingungsabhängig, jedoch zählen vorwiegend die Angaben in der einschlägigen Führerliteratur, da diese in der Regel meistens auch passen. Die Wandhöhe sollte am Stück sein.
 

Skitouren/Skihochtouren
Der Aufstieg bei den hier angegebenen Touren sollten zu einem überwiegenden Teil aus eigener Kraft erfolgt sein, d.h. keine reinen Varianten-, oder Freeridetouren mit viel Liftunterstützung. Generell wären Skitouren mit ca. mindestens 1.000 Höhenmeter Aufstieg zu bevorzugen.
5 Skihochtouren (Skitouren im vergletscherten Hochgebirge):
Hier ist entscheidend, dass sich Aufstieg bzw. Abfahrt im vergletscherten Gelände befinden und man die entsprechenden alpinen Gefahren einkalkulieren musste (angeseiltes Abfahren bzw. Aufsteigen ist nicht obligat, dessen grundsätzliche Möglichkeit sollte aber einkalkuliert worden sein)
 

Mehrtägige Skihochtouren-Durchquerung (ca. 5 Tage Durchquerung einer Gebirgsgruppe mit täglichem Stützpunktwechsel):

Hier wird eine, (am Stück) mehrtägige Skidurchquerung mit täglich wechselnden Tagesziel verlangt, wo jeden Tag an einem anderen Ort bzw. in einer anderen Geländekammer nächtigt. Bitte pro Zeile Ausgangspunkt, Tagesziel (höchster Punkt, Gipfel) und den Nächtigungsort (Hütte) eintragen.

 

  • EIGNUNGSPRÜFUNG

 

Die Anmeldung zur Eignungsprüfung erfolgt beim Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer und ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Sportmedizinisches Bestätigung über den Gesundheits- und Konditionszustand des Bewerbers (nicht älter als 6 Monate)

Die Eignungsprüfung besteht aus zwei Teilen (Winter und Sommer) und pro Prüfungsteil ist ein Unkostenbeitrag von € 140 zu entrichten.
Im Winter jeden Jahres findet die Eignungsprüfung im Bereich Skifahren mit Aufstieg und Abfahrt, anschließend die Prüfungen Steileis und Eis leicht statt (insgesamt 3 Tage). Nach dem ersten Teil erfolgt  im Mai / Anfang Juni die Eignungsprüfung im Felsbereich (Sportklettern, Alpin- bzw. Clean-Klettern und Fels leicht), sowie die besprechung des Tourenberichtes.

 

Prüfungskriterien
Es werden die Bewerber in ihrer Gesamtheit bewertet, d.h. es werden alle Teile eines Eignungsprüfungsteiles absolviert, bevor ein Zwischen- bzw. Endergebnis bekannt gegeben wird. Dadurch kann eine weniger gute Leistung in einer Disziplin durch einen sehr guten Antritt in einer anderen wieder ausgebessert werden (bei einer eindeutig negativen Bewertung einer Teilprüfung ist dies jedoch nicht möglich).

Skifahren
Aufstieg mit Skitourenausrüstung; ca. 1.000 Höhenmeter innerhalb von max. 2 Stunden
alpiner Skilauf nach dem Österr. Skilehrplan: lange und/oder kurze Radien, Rhythmuswechsel usw. in unterschiedlichen Schneearten und steilem Gelände.

Steileis
Vorstieg einer Eiskletterroute am Eisfall: Klettern an vorgesetzten Sicherungspunkten und eingehängten Expressschlingen im senkrechten Gelände (Schwierigkeit: ca. WI4-5)

Eis-Leicht
Bewältigung verschiedener Aufgaben wie Auf- und Abstieg in 40 Grad geneigtem Gelände, Querungen in Allzackentechnik (Eckensteintechnik),Frontalzackentechnik bis 90 Grad Neigung.

Sportklettern und Clean-Klettern
Sturzfreie Begehung (rotpunkt) von Routen bis VII+ (UIAA)
Routen bis einschließlich Schwierigkeitsgrad VI+ (UIAA) sind mit mobilen Sicherungsmitteln (Keile, Friends) selbst abzusichern

Fels-Leicht
Sicheres seilfreies Klettern bis einschließlich Schwierigkeitsgrad III mit steigeisenfesten Schuhen
Kletterstellen bis zum V. Schwierigkeitsgrad (UIAA) müssen mit Kletterschuhen mit Profilsohle geklettert werden.

 

  • VORBEREITUNGKURSE

 

Die Vorbereitungskurse für die Bergführer Eignungsprüfung sind so aufgebaut, dass sie einerseits klar die zu erwartenden Anforderungen im Zuge der Eignungsprüfung aufzeigen. Es sollen Überraschungen in Bezug auf technische Schwierigkeiten, konditionelle Anforderungen, notwendige Ausrüstung, erwarteter Bewegungsfluss und Sicherheit im gesamten Auftreten vermieden werden. Die Kurse unterstützen in der Vorbereitung zur Eignungsprüfung eventuelle Schwächen zu erkennen und entsprechend auszubessern, um ein positives Ergebnis in der Eignungsprüfung erzielen zu können.

 

Vorbereitungskurs Schifahren durch das VÖBS Ausbildungsteam


Termin : 24.11.2018 
Treffpunkt : 08.00 Uhr Stubaier Gletscherbahn an der Kassa der Talstation 3 S Bahn / Eisgratbahn
Kursende ca. 17.30 an der Talstation
Kosten : € 120,-- bei max 4 Teilnehmer pro Gruppe zuzüglich Liftkarte

Anmeldefrist und Anmeldung : 09.11.2018 Verband der Österreichischen Berg- und Schiführer


Geschäftsstelle
Olympiastrasse 39
A-6020 Innsbruck
office@bergfuehrer.at
www.bergfuehrer.at
ZVR-Zahl: 91275972


Leitung: Peter Perhab VÖBS Ausbildungsteam
Inhalte: Es werden die Anforderungen und Prüfungskriterien, die im Zuge der Eignungsprüfung eingefordert werden, aufgezeigt und im Schitechnischen Bereich vermittelt (Videoanalyse….). Prüfungskriterien: Aufstieg mit Skitourenausrüstung; ca. 1.000 Höhenmeter innerhalb von max. 2 Stunden
alpiner Skilauf nach dem Österr. Skilehrplan: lange und/oder kurze Radien, Rhythmuswechsel usw. in unterschiedlichen Schneearten und steilem Gelände
Kursziel: es soll Klarheit geschaffen werden, was die Prüfer bei der Eignungsprüfung sehen möchten, um die Prüfung positiv zu absolvieren. Eventuelle Schwächen sollen aufgezeigt und individuell verbessert werden sowie Trainingstipps mitgegeben werden.
Ausrüstung: Skitourenausrüstung für den Aufstieg und Abfahrt (Material darf bei der Eignungsprüfung dazwischen nicht gewechselt werden), Rucksack, VS/Schaufel/Sonde

 

Für den Salzburger Bergsportführerverband
Stefan Rass
(Ausbildungsreferent)

+43 512 20 65 67